Versuchsergebnisse zur Bodenanalyse
nach Albrecht/Kinsey/Christophel

 

In den letzten Jahren sahen sich Landwirte mit zahlreichen Herausforderungen konfrontiert, unter anderem mit Kostensteigerungen bei Düngemitteln und Energie sowie schwierigen Wetterbedingungen, wie trockenem Frühjahr, langen Trockenphasen und Starkregen. Vor diesem Hintergrund gewinnt eine präzise Bodenanalyse zunehmend an Bedeutung, um eine nährstoffeffiziente Düngung zu ermöglichen. Die zentralen Fragen dabei sind: Welche Düngemittel und Nährstoffe sind essentiell? In welchen Mengen sollten sie eingesetzt werden? Und wo besteht Einsparpotential, um die Effizienz der Düngung zu verbessern?

Die positiven Auswirkungen und Vorteile einer solchen Bodenanalyse und entsprechender Düngeempfehlungen wurden nun wissenschaftlich in einem umfangreichen EIP Agri-Projekt, durchgeführt von Farmtastic Consulting GmbH in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität München, Lehrstuhl für Agrarsystemtechnik, untersucht, belegt und publiziert. In diesem dreijährigen Projekt wurden im Raum Straubing verschiedene Düngungssysteme getestet.

Besonders hervorzuheben sind die Ergebnisse der Versuchsparzellen, die auf Basis der Bodenanalyse Analyse und Empfehlungen vom Geobüro Christophel behandelt wurden. Hier zeigten sich signifikante Mehrerträge bei Weizen – bis zu 13,5 Dezitonnen pro Hektar. Dieser Erfolg ist in der beigefügten Abbildung unter der Bezeichnung „Satellit + Kinsey“ dargestellt. Zudem wurde eine gesteigerte Effizienz der Stickstoffdüngung festgestellt, was die Relevanz einer fundierten Bodenanalyse und angepassten Düngung unterstreicht.

Weitere bemerkenswerte Ergebnisse aus den Versuchsparzellen über die letzten drei Jahre unterstreichen den Erfolg der Analysemethode:

  • Mehrerträge bei reduzierter Stickstoffdüngung – Trotz der reduzierten Menge an Stickstoffdünger konnten wir Mehrerträge erzielen.
  • Höherer Proteingehalt des Weizens bei gleichzeitigem höherem Ertrag – Es wurde festgestellt, dass ein höherer Ertrag nicht zwangsläufig zu Lasten der Qualität gehen muss. Der Weizen wies einen höheren Proteingehalt auf.
  • Verbesserung der Stickstoffeffizienz – Die Ergebnisse zeigten eine erhöhte Stickstoffeffizienz, eine allgemein gesteigerte Stickstoffaufnahme und geringere Nmin-Gehalte im Boden.
  • Höhere Erträge bei schlechten Wachstumsbedingungen – Trotz ungünstiger Wachstumsbedingungen wurden höhere Erträge erzielt, was eine gesteigerte Ertragssicherheit bedeutet.
  • Bestätigung der Bodenanalyse durch Pflanzenanalysen – Die in unserer Bodenanalyse ausgewiesenen Mängel und Nährstoffempfehlungen wurden durch nachfolgende Pflanzenanalysen bestätigt.

Über den Zeitraum von drei Jahren konnten in den Versuchsparzellen eine signifikante Ertragssteigerung von 6 Dezitonnen pro Hektar im Winterweizen und eine verbesserte Stickstoffeffizienz von 9% erreicht werden, wobei diese Ergebnisse auf einem Signifikanzniveau von p=0,05 erzielt wurden. Leider wurden die Düngeempfehlungen für die Versuchsparzellen nicht vollständig umgesetzt. Eine weitere Aufdüngung des Bodens mit Zink hätte wahrscheinlich noch höhere Proteingehalte im Weizen ermöglicht und könnte zudem positive Effekte für die Kulturen in den Folgejahren mit sich bringen.

Im Anhang finden Sie eine Infobroschüre mit Teilergebnissen des Projekts in Form eines Praxisblatts. Dieses Praxisblatt stammt von der Homepage des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus, wo Sie weitere Informationen zum Projekt und dessen Ergebnissen finden: Link

Den vollständigen Abschlussbericht als PDF finden Sie unter folgendem Link.

Autor: Dr. Dominik Christophel, 25.1.2024

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