Die Nährstoffgleichgewichte sind im Boden von zentraler Bedeutung für die richtige Menge an Luft und Wasser, sowie die Entwicklung einer gewünschten Bodenbiologie und natürlich auch für das Pflanzenwachstum.

Allen voran steht das Kalzium (Ca)-Magnesium (Mg)-Verhältnis, welches laut Albrecht-Bodenuntersuchung einen Idealwert von 68:12 für mittelschwere Böden hat. Das Verhältnis beeinflusst einerseits die Bodenstruktur und Aggregatstabilität. Andererseits übt Kalzium eine starke Wirkung auf viele andere Haupt- und Mikronährstoffe aus. Daher ist dieses Verhältnis von besonderer Bedeutung und sollte wenn möglich als erstes eingestellt werden. Ist der Anteil von Kalzium (Ca++) oder Magnesium (Mg++) im Überschuss, kann dieser z.B. durch Schwefel vom Austauscher gelöst und ins Gleichgewicht gebracht werden.

Von großer Bedeutung ist auch das Kohlenstoff (C):Stickstoff (N):Schwefel(S)-Verhältnis. Dieses sollte bei ca. 100:10:1 liegen. Ein engeres C:N Verhältnis deutet auf Stickstoffüberschuss hin, was im Feld oft durch Stickstoffzeigerpflanzen wie Vogelmiere, Klettenlabkraut oder Distel angezeigt wird.

Tipp zur Kalkung:
Für die Auswahl des Kalkes und Kalkmenge ist das Verhältnis der basisch wirksamen Kationen (Ca, Mg, K, Na) von besonderer Bedeutung. Magnesium (Mg), Kalium (K) und Natrium (Na) können den pH-Wert langfristig stärker beeinflussen als Kalzium. Daher sollte über den pH-Wert keine Kalkdüngeempfehlung abgeleitet werden. Es ist für die Kalkung eine Erhebung des Kalkzustandes im Boden notwendig. Bei der Bodenanalyse nach Albrecht wird dieser standardmäßig erhoben.

Bei der Kalziumversorgung ist, neben der Auswahl des Kalkes, der Vermahlungsgrad für den Erfolg entscheidend. Es ist darauf zu achten, dass der Kalk nicht zu grob ist. Bei der Ausbringung von fein gemahlenden Kalken muss auf eine ruhige Wetterlage geachtet werden. 

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